Gesunde Bullys!?!

 

Die Verbesserung der Rasse und die Zucht gesunder Bullys ist unser höchstes Ziel. Im Laufe der Zeit wurden unsere Bullys immer mehr in einen Körper gezwungen, der es ihnen immer weniger ermöglichte, in diesem Körper gut und gesund zu leben.

Begründet liegt dies in der Übertypisierung des Standards - von ehrgeizigen Züchtern hervorgerufen, vom FCI und angeschlossenen Verbänden unterstützt. Denn lange Zeit bekamen nur noch diese übertypisierten Bullys die höchsten Bewertungen auf Ausstellungen. Und nur mit der höchsten Bewertung kann dort ein Hund in die Zucht gehen.

Hier geht es um den Phänotyp (äusseres Erscheinungsbild) und nicht um die gesundheitlichen Belange. Denn ein übertypisierter Bully kann nicht gesund sein, sein Körper erlaubt es ihm nicht mehr! Hier wurde über Jahre hinweg Schindluder an unserer Rasse getrieben:
Die Köpfe wurden immer grösser, die Nase sollte möglichst nahe bei den Augen liegen, einen Fang als solchen hatte man schon so gut wie weggezüchtet. Die Atemwege wurden damit verkürzt und machten unserer Rasse das Leben immer schwerer. Hinzu kam, dass sie möglichst tief und kurz sein mussten, ebenso wurde die Rute immer kürzer und verkrüppelte langsam, was dem gesamten Bewegungsapparat schadete. Dadurch, dass die Rasse immer kürzer wurde und durch die verkrüppelte Rute, adaptierten sich die Wirbel an die neue Körperlänge und schoben sich keilförmig zusammen.

Wir konnten nicht länger zusehen und setzen alles an die Verbesserung der Rasse. Es ist ein langer Weg, den wir eingeschlagen haben und wir können schon gute Erfolge in der Rasseverbesserung vorweisen. Unsere Bullys im DKFB sollen wieder länger werden, auch nicht mehr so tief, sie sollen wieder eine richtige Nase haben und einen Fang.

Unsere bisherigen Zuchterfolge bestätigen unsere Arbeit. Wir können nicht in 6 Jahren die Sünden, die an unserer Rasse begangen wurden, wieder gut machen... aber wir sind auf dem richtigen Weg, wie wir an unseren Nachzuchten sehen. Bullys, die im DKFB in die Zucht gehen, müssen einen Marathon an Untersuchungen durchlaufen, bevor sie zur Zuchttauglichkeit gelangen. Unsere Verpaarungen werden immer mit unterschiedlichen Phänotypen vorgenommen, da wir ja, neben den gesundheitlichen Belangen, trotzdem den kleinen Molosser züchten wollen.

Nur hier ganz eindeutig nach dem Motto:
Weniger ist mehr!! Auch uns kann es passieren, dass auch einmal ein übertypisierter Welpe fällt, dazu steckt einfach viel zu viel in der Rasse, das lässt sich nicht in 10 Jahren wieder gutmachen. Der Weg ist weit, aber wir sind auf dem richtigen Weg, und gehen ihn weiter. Unbeirrt und erhobenen Hauptes!!!

 

Der "Dortmunder Apell" für eine Hundezucht im Sinne der Gesundheit der Rassen

 

Der DKFB e.V. freut sich, dass sich eine Initiative gegründet hat, die die Ziele, die der DKFB e.V. seit seiner Gründung vor über 5 Jahren bereits zum damaligen Zeitpunkt in seinen Statuten fest verankert hat, nun auch versucht breit und öffentlich zu vertreten.

Allerdings ist der DKFB e.V., wie mit all diesen Themen sehr kritisch und fragt sich natürlich, warum Züchter und Vereine und Verbände, die sich als Unterstützer dieses Apells eintragen, nicht zu allererst bei Ihrer eigenen Zucht und Ihren Zuchtbedingungen die Voraussetzungen die dieser Apell einfordert, vollständig und umfassend schaffen!